Monatsarchiv: September 2007

Wer wird Weltmeister?

Die Endrunde der Copa-WM hat gerade begonnen, die Gruppen sind gelost, die Zeitung quillt fast über vor Artikeln. Copaweltweit unterstützen Vereinstrainer ihre Liga und sind fest der Meinung: Weltmeister werden sie, die – na klar! – schönste, größte und beste Nation! Doch wer wird es wirklich?

Ich habe völlig objektive Kriterien angelegt – nämlich die Erfahrung. In mühevoller Handarbeit habe ich ausgezählt, wie viele Titel die einzelnen Nationaltrainer bereits ihre Wohnzimmervitrine mit Pokalen füllen konnten. Und hier ist es, das vorläufige amtliche Endergebnis 😉

Gruppe A:

  1. Ägypten – 16 Titel (10x Meister, 4x Zweitliga-Meister, 2x Pokalsieger)
  2. Neuseeland – 13 Titel (9x Meister, 3x Zweitliga-Meister, 1x Pokalsieger)
  3. Finnland – 4 Titel (4x Meister)
  4. Indien – 3 Titel (1x Meister, 2x Zweitliga-Meister)

Hier sieht es relativ eindeutig aus: Ägypten und Neuseeland mit erfahrenen Trainertrios, Finnland und Indien sind eher Außenseiter. Ägypten hat vor allem den Vorteil, dass seine Trainer bereits zwei Mal einen internationalen Pokal gewonnen haben und deswegen über dementsprechend Erfahrung mit Pokalmodellen und Pokalstrategien haben.

Ergänzung: Finnland hat laut Zoidberg einen Weltmeister in seinen Reihen. Vielleicht ein Vorteil. Von den Titeln her sind die anderen Nationen aber schon fast drückend überlegen.

Gruppe B:

  1. Brasilien – 7 Titel (6x Meister, 1x Zweitliga-Meister)
  2. Spanien – 6 Titel (4x Meister, 1x Zweitliga-Meister, 1x Pokalsieger)
  3. Rumänien – 2 Titel (2x Pokalsieger)
  4. Chile – 1 Titel (1x Zweitliga-Meister)

Die insgesamt wohl schwächste Gruppe. Heimlicher Favorit ist Rumänien, dessen Trainer vor allem in Pokalwettbewerben glänzen konnten. Chiles Nationaltrainer sind die unerfahrensten im ganzen Turnier, sie müssen schnell eine passende Taktik finden, um gegen die gesammelte Erfahrung bestehen zu können.

Gruppe C:

  1. Italien – 16 Titel (11x Meister, 5x Zweitliga-Meister)
  2. Argentinien – 9 Titel (5x Meister, 4x Zweitliga-Meister)
  3. Portugal – 7 Titel (6x Meister, 1x Zweitliga-Meister)
  4. Ghana – 3 Titel (1x Meister, 1x Zweitliga-Meister, 1x Pokalsieger)

Italien liegt eindeutig vorne, elf Mal konnten seine Trainer bereits Meisterschaften gewinnen. Argentinien konnte zwar insgesamt einige Titel sammeln, darunter jedoch sehr viele Zweitliga-Meisterschaften.

Gruppe D

  1. Uruguay – 23 Titel (19x Meister, 1x Zweitliga-Meister, 3x Pokalsieger)
  2. Deutschland – 21 Titel (19x Meister, 2x Pokalsieger)
  3. Algerien – 5 Titel (4x Meister, 1x Pokalsieger)
  4. Georgien – 2 Titel (2x Meister)

Eine der Gruppen mit dem wohl größten Leistungsgefälle. Uruguay klotzt, seine Trainer verfügen über reichlich Pokalerfahrung. Auch die deutschen Trainer konnten bereits zwei Mal Pokale gewinnen. Algerien und Georgien werden größtenteils von eher unerfahrenen Trainern geleitet, für beide wird es sehr schwer werden, sich gegen die gesammelte Erfahrung durchzusetzen.

Ergänzung: Deutschland verfügt über reichlich Weltmeisterschafts-Erfahrung (danke Zoidberg!), vielleicht eine Ursache für eine noch größere Abgrenzung von Algerien und Georgien. Vielleicht kann man damit ja auch noch Uruguay überholen…

Gruppe E

  1. Paraguay- 23 Titel (20x Meister, 2x Zweitliga-Meister, 1x Pokalsieger)
  2. Peru – 16 Titel (12x Meister, 3x Zweitliga-Meister, 1x Pokalsieger)
  3. Serbien und Montenegro – 9 Titel (6x Meister, 2x Zweitliga-Meister, 1x Pokalsieger)
  4. Vietnam – 2 Titel (2x Meister)

Paraguay ist eindeutiger Favorit, Vietnam eher abgeschlagen. Dazwischen ist viel möglich, sowohl Perus als auch Serbiens Trainer konnten sich bereits erfolgreich in Pokalwettbewerben präsentieren.

Gruppe F

  1. Südafrika – 22 Titel (16x Meister, 3x Zweitliga-Meister, 3x Pokalsieger)
  2. Sambia – 11 Titel (5x Meister, 6x Zweitliga-Meister)
  3. Schweden – 6 Titel (2x Meister, 4x Zweitliga-Meister)
  4. Polen – 3 Titel (1x Meister, 2x Zweitliga-Meister)

Südafrikas Führungstrio verfügt über reichlich Pokalerfahrung, sie sind eindeutiger Favorit. Polen scheint abgeschlagen, Sambia und Schweden werden den zweiten Platz unter sich ausmachen.

Gruppe G

  1. Kamerun – 26 Titel (14x Meister, 5x Zweitliga-Meister, 7x Pokalsieger)
  2. Griechenland – 13 Titel (10x Meister, 1x Zweitliga-Meister, 2x Pokalsieger)
  3. Dänemark – 5 Titel (4x Meister, 1x Zweitliga-Meister)
  4. Südkorea – 2 Titel (1x Meister, 1x Zweitliga-Meister)

Unglaubliche sieben Mal konnten Kameruns Trainer bereits internationale Pokale gewinnen. Ein näherer Blick zeigt, dass vor allem Kjetell-André Skamelsrud alias klunsen und Meister Gon-Fuziles alias Speedy Gonzales zahlreiche Titel holen konnten, G. Vialli ist im Vergleich zu diesen beiden erfolgreichen Trainern ein eher unbeschriebenes Blatt. Auch Griechenland hat gute Chancen auf ein Weiterkommen. Ex-Weltmeister Dänemark und insbesondere Südkorea scheinen etwas machtlos gegenüber der starken Konkurrenz zu sein.

Gruppe H

  1. Australien – 12 Titel (7x Meister, 5x Zweitliga-Meister)
  2. Kroatien – 7 Titel (6x Meister, 1x Zweitliga-Meister)
  3. Iran – 6 Titel (2x Meister, 4x Zweitliga-Meister)
  4. Norwegen – 4 Titel (3x Meister, 1x Zweitliga-Meister)

Auch dies ist eine der etwas schwächeren Gruppen ohne Pokalerfolge. Insgesamt eher ausgewogen, Australien und Kroatien sicherlich mit leichtem Vorteil. Vom Niveau her definitiv am ausgeglichensten.

-Max

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Winterpause

Die halbe Saison bei Copa ist vorüber und traditionell zieht jeder im Forum und/oder in der Ligazeitung ein kleines Zwischenfazit. Ich nehme mich da selbst nicht aus, mein aktueller Zeitungsartikel in Griechenland steht unter dem selben Thema.

Aber um ehrlich zu sein: In gewisser Weise ödet es mich etwas an. Dieser Blick auf Saisons, ich finde ihn bei Copa etwas verfehlt, etwas an den Tatsachen vorbei. Ich meine, ich freue mich mehr, über einen analysierten 1:0-Sieg (und die Freude maximiert sich, je mehr Tore der Gegner getippt hat und ich trotzdem knapp, aber eben wie berechnet gewonnen hab).

In der Tabelle sieht man diese knappen Siege nicht. Dort sieht man, wer wie viele Punkte geholt hat – ob er die jetzt durch drei 5:0-Siege in Serie oder durch überlegtes Taktieren eingefahren hat, sieht man erst auf den zweiten Blick.

Ich persönlich verfolge den Ansatz, jedes einzelne Spiel möglichst sinnvoll zu bestreiten, um dann aus der Summe dieser vielen kleinen Erfolge oder zumindest taktischen Niederlagen einen Vorteil im Großen und Ganzen zu haben.

Oder wie geht ihr an die Sache ran?

-Max

Where football is life – in Belgien! Oder?

Where football is life… Das behauptet stolz Patro Maasmechelen von sich. Irgendwie kurios für einen kleinen belgischen Verein.

Auf der offiziellen Webseite führt der Klub übrigens ein anderes, wenn auch nicht unbedingt schöneres Wappen. Bilder-Suchergebnisse fördern aber immer wieder das „Where football is life“-Wappen zu Tage…

-Max

Seepferdchen!

Weiß eigentlich jemand, warum die Italiener so eine Liebe zu Seepferdchen als Wappentiere haben? Gleich zwei italienische Vereine haben sie in ihrem Wappen, Salernitana Sport und der AC Cesena. Mir gefällt eigentlich beides, aber ich frage mich: Wieso? Welche glorreichen Errungenschaften des Seepferdchens sollen auf die Spieler übertragen werden? Dass das Männchen die Eier austrägt?

-Max

Copa läuft wieder

Heute schnurrt Copa wieder, als wäre nie etwas passiert. Die Frage ist nur: Was war? Und wie können wir verhindern, dass es in Zukunft wieder passiert?

-Max

Copa streikt

… und die ersten Süchtigen kriegen ihre Panik (u.a. ich). Sieht ein bisschen so aus, als ob jemand alle Daten vom Server abgezogen hätte. Mal schauen, ob und wann es wieder geht. Im schlimmsten Fall spielen wir die Saison halt noch einmal – und machen sie zu Gerd Müllers erster Saison als Spielleiter.

-Max

Loch im Ball

In Russlands Zweiter hat der Ball ein Loch – zumindest im Vereinswappen vom FK Metalurg Lipetsk. Weiß eigentlich jemand, ob der Name Metalurg was mit der Schwerindustrie zu tun hat? Klingt einerseits logisch, andererseits heißen verdammt viele Klubs so…

-Max