Monatsarchiv: Oktober 2007

Thomas Wark Fußballdepp

[Korrektur: Ich hatte eigentlich gedacht, Bela Rethy hätte das Fußballspiel kommentiert, musste aber heute früh feststellen, dass es Thomas Wark war. Das macht es natürlich nicht besser, dafür diesen Beitrag falsch. Ich habe die entscheidenden Stellen korrigiert und etwas ergänzt. Wer den Artikel vorher schon gelesen hatte: Tur mir Leid, der Fehler geht auf meine Kappe.]

Das Spiel ist aus, die Bayern haben Mönchengladbach 3:1 geschlagen und stehen in der nächsten Runde des DFB-Pokals. Die Partie war nicht schlecht, aber eben kein klassischer packender Pokalfight, da nach Bayerns 2:0-Führung eigentlich klar war, wer weiterkommt. Nur einer hatte das noch nicht begriffen. Und dieser eine saß dummerweise auf dem Platz des Kommentators. Schöne Grüße an Thomas Wark an dieser Stelle…

Schon in der Halbzeitpause hatte sich Johannes B. Kerner, der alte Kuscheltalker, dazu erdreistet, zu fragen, ob man zwischen dem Zweit- und dem Erstligisten einen Unterschied erkenne. Ja, wer hat denn dies nicht getan? Bayern war dominierend und baute Druck auf, Gladbach fuhr vereinzelt Angriffe, die aber allesamt verpufften. Aber geschenkt, dass der Baptist wenig bis nix vom Spiel mit dem runden Leder versteht, das ist ja heutzutage keine Neuheit mehr.

Aber dass der Mann mit dem Mikrofon, der 90 Minuten lang reden darf, völlig ahnungslos ist, was sich da unten auf dem Spielfeld ereignet, das war mir bislang neu. Wark war ein Fähnlein im Winde, wenn er nicht gerade die definitiv schwächeren Gladbacher stark redete.

So etwa um die sechzigste Spielminute herum. Gerade hatte Luca Toni für die Bayern auf 2:0 erhöht. Schon zuvor hatte Wark Statistiken zitiert, seit denen die Münchner seit April 2007 ungeschlagen ist. Mit dem 2:0 schlägt seine Meinung um. Das könne ja noch mal spannend werden, Gladbach hätte auswärts zuletzt immer drei Tore geschossen. Dass Gladbach in der zweiten Liga eher selten gegen den deutschen Rekordmeister, der auch bislang in der Bundesliga ungeschlagen ist und auch nur einmal Punkte abgeben musste, spielt, schien längst verdrängt. Na klar, 3 Tore in einer halben Stunde – kein Problem für Gladbach!

Später verkürze Gladbach dann auf 2:1 durch einen beeindruckenden Weitschuss. Nun sah Wark das Spiel auf der Kippe. Hätten es die Bayern denn jetzt schon nötig, auf Zeit zu spielen? Man sah die Roten schon förmlich zittern – 20 Minuten zu spielen und gegen einen Zweitligisten nur eins zu null vorne! Huiuiui, das konnte ja nur schiefgehen… Übrigens: Kaum hatte Wark diese Sätze von sich gegeben, da erzielte ein gewisser Klose das 3:1 für Bayern, die Sache war endgültig gegessen. Das hatte auch Herr Wark kapiert, der jetzt von einem ungefährdeten Sieg der Bayern sprach. Wark, der Ultra-Adenauer: Was interessiert mich mein Geschwätz von vor zwei Minuten?

Aber den ultimativen Abschuss hatte er sich ohnehin schon ein paar Minuten zuvor geleistet: Immer wieder flogen bei Ecken vor dem Bayern-Tor Bälle aufs Spielfeld, die da nicht hingehörten. Der Schiedsrichter wandte sich diesbezüglich an Lucio, der sich daraufhin auf den Weg zur Bayern-Bank zu begeben, um die Information weiterzugeben. Wark zum Gespräch von Lucio an der Bank: „Da erhält er von Ottmar Hitzfeld neue Anweisungen. Deck den Friend [also Gladbachs Stürmer] enger.“ Blöd bloß, dass Lucios Gesprächspartner eine rote Jacke trug und Ottmar Hitzfeld seinen schwarzen Mantel. Aber hauptsache mal was behauptet, muss ja nicht stimmen…

A propos Friend, den bezeichnete Wark gerne mal als den von Hitzfeld propagierten neuen Typus, den „Wandstürmer“. Mal ganz abgesehen von der Grausamkeit dieses Ausdrucks, der einfach nur hohl ist: Wie sinnvoll ist es, einen Stürmer eng zu decken, der sowieso nur Bälle auf nachrückende Kollegen prallen lässt und selbst das runde Leder nicht ins Tor kriegt? Ist es da nicht sinnvoller, die abprallenden Bälle unter Kontrolle zu kriegen? Oder sollen wir doch eng decken, die Bälle weghauen und damit direkt zu den nachrückenden Borussen spielen, die auf einen Ball von Friend gelauert hatten? Wark, was haben wir uns denn dabei gedacht?

Wieso gönnen wir uns nicht den Luxus und zahlen einen Bruchteil eines Cents extra an Rundfunkgebühren, um uns diesen Quatsch zu sparen und uns statt dessen einen Marcel Reif bei den Öffentlich-Rechtlichen zu gönnen? An die ganzen britischen Kommentatoren kommen wir ja sowieso nicht ran…

-Max

Nachtrag zur Zeitungslandschaft

Mir hat Graf Zahl aus dem Forum heute eine PN geschickt. Ich hätte vergessen, auf einen weiteren Typus einzugehen, den er vor allem aus Finnland kennt. Ich kopier jetzt einfach mal schamlos aus seiner PN:

Du hast übrigens noch eine Abart der Zeitungsstile vergessen. Das Kopieren und Imitieren einzelner berühmter, bedeutender Stücke, Gedichte und Theorien. Das Abwandeln eines berühmten Textes um ihn tauglich und passend für eine Liga bzw. einen Konkurrenten zu machen. Meist wird der Protagonist auf ironische Art verhöhnt und wird wieder zurechtgewiesen. Richte mal deinen Blick auf Finnland, da siehst du dann, was ich meine. Vom Herr der Ringe über den Erlkönig bis zum kommunistischen Manifest ist bei uns Alles vertreten…

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Vielleicht noch, dass das kommunistische Manifest spontan in „Das Jalkapalloklubi-Manifest“ umgetauft wurde. Artikel zum Herrn der Ringe oder zum Erlkönig hab ich auf die Schnelle nicht gefunden, ich glaub’s dem Grafen einfach mal. Vielleicht schreibt er ja einfach nen Kommentar, wo man diese genau findet, die würden mich nämlich auch mal reizen.

-Max

Die Zeitungslandschaft

Ich hatte neulich hier im Blog ja schon das Kolumnenthema aufgemacht und gestern abend kam mir der Einfall, dass es doch nur konsequent wäre, jetzt auch noch Copas restliche Zeitungslandschaft auszuloten.

Wenn man sich einmal ansieht, wie viel Inhalt für Copas Zeitungen im Laufe einer Woche produziert wird, dann wird man feststellen, dass die Menge durchaus beachtlich ist. Und wenn man sich den Inhalt besieht, dann wird man feststellen, dass dieser teilweise erbärmlich ist.

Ich habe versucht, die verschiedenen Arten von Zeitungsartikeln bei Copa in Kategorien einzusortieren. Hier sind sie:

Der Ergebnisbericht
Dürfte wohl jeder zur Genüge kennen. Mäßig interessant, da sich oft wiederholend. Gerne auch Verwendung von Phrasen.

Der Lagebericht
Eine ebenfalls oft verwendete Form, eine Abart des Ergebnisberichts. Immerhin beschränkt sich der Autor nicht auf den aktuellen Spieltag, sondern weiß seinen Verein und dessen Chancen einzuordnen. Tritt allerdings auch so oft auf, dass es meistens langweilt. Häufig wird versucht, diesen Artikeln durch Statements der Trainer oder anderer Verantwortlicher des Vereins einen persönlichen Anstrich und damit eine gewisse Würze zu geben.

Die Pressekonferenz
Ein Verantwortlicher des Vereins – meistens der Trainer oder der Präsident, seltener auch der Mannschaftskapitän – spricht zur virtuellen Presse, der Wortlaut wird wiedergegeben. Hier ist die Qualität stark schwankend; von der klassischen „Wir haben schon viel erreicht, müssen aber weiterkämpfen, um die erreichten Erfolge nicht zu verspielen“-Pressekonferenz bis hin zu kleinen Kunstwerken wie denen von Speedy Gonzales ist hier viel möglich. Entscheidend ist hier meistens die Originalität der Situation: Verfällt der (virtuelle) Trainer in Phrasen und nichtssagenden Wiederholungen, so endet der Artikel meist in gähnender Langeweile und Eintönigkeit. Je mehr man versucht, dem Sprechenden (übirgens auch den Reportern…) einen eigenen Charakter zu verleihen und diesen Charakter auch wirklich im Laufe der Zeit zu kultivieren, desto interessanter und spannender sind in der Regel die Resultate.

Der Blick auf die Konkurrenz
Seltener sieht man, dass sich ein Zeitungsartikel gar nicht mit dem eigenen Verein beschäftigt, sondern mit den Resultaten und Zukunftsaussichten der Liga-Konkurrenten. Manchmal wird versucht, durch eine dezent gehässige Note und kleinen Sticheleien diese Artikel aufzuwerten, damit sie nicht wie ein Pendant des Ergebnis- oder Lageberichts wirken.

Die Anekdote
Meistens eine kleine launige Erzählung aus dem Vereinsleben bzw. Leben des Trainers. Oft unterhaltsam zu lesen. Wichtig jedoch: Eine gute Idee! Deswegen leider nicht so häufig anzutreffen.

Die groß angelegte Zeitungsgeschichte
Sie tauchen selten auf, sind dafür aber umso interessanter: Die groß angelegten Zeitungsskandale oder andere abenteuerliche Geschichten. Es wird ein Aufhänger vorgegeben und andere Trainer antworten mit ihren Artikeln auf diese Vorgabe und spinnen so im Verlauf der Wochen die Geschichte weiter. Ähneln oft einem „Tim und Struppi für Erwachsene“. Beispiele sind die „Suche nach der Schnapsinsel“ oder „Die Kutscher-Story“.

Die theoretische Diskussion
Sehr selten in der Zeitung zu sehen. Der Autor reißt die Illusion einer virtuellen Fußballwelt ein und berichtet als Copa-Spieler, nicht als Trainer. Ein Beispiel hierfür aus der jüngsten Vergangenheit ist der Artikel von Bernd W., der sich mit den Setzweisen für Heimspiele befasst. Normalerweise kein klassischerZeitungsartikel, da die meisten Autoren Angst haben, zu viel von ihrer persönlichen Taktik auszuplaudern.

Die Reportage
Ein Artikel, wie er auch in einer Zeitschrift publiziert werden könnte. Eher lang und aufwendig zu schreiben, deswegen praktisch nie zu finden. Vermittelt normalerweise aber ein gutes Bild der Atmosphäre. Ich arbeite gerade an einer solchen Reportage, die mit der Übernahme eines neuen Vereins das Licht der Öffentlichkeit erblicken soll. Ansonsten sind mir hier keine weiteren Beispiele eingefallen. Habe ich was übersehen?

Der GKK

Ich hatte ja bereits vor einigen Tagen angekündigt, einen Artikel zum GKK, dem Griechischen Kolumnisten-Kreis, schreiben zu wollen. In der letzten Zeit hatte ich erneut begonnen, mich vermehrt für Kolumnen zu interessieren und wollte diese auch hier im Copa-Blog besprechen. Dabei bot es sich an, auch auf den GKK Bezug zu nehmen, schließlich hatte ich diesen ja mitgestaltet und dafür auch zwei Copa-Awards als beste Kolumne gewonnen (natürlich im Doppelpack mit PJ Robert).

Ich hatte mich für diesen Artikel ein wenig in die Archive des GKK hineingewühlt. PJ und ich hatten unsere Kolumnen auch lokal auf der Festplatte gespeichert und so entstand im Laufe der Zeit ein ziemlich vollständiges Archiv unserer Veröffentlichungen. Ob es vollständig ist, kann ich nicht sagen – mit der Zeit verliert man schier den Überblick, ob die eine oder andere Kolumne fehlt.

Bei den Recherchen bin ich natürlich auch auf die allererste GKK-Kolumne gestoßen, die ich selbst geschrieben hatte. Hier wird die Gründung des GKK verdeutlicht: Gerrik Darben war zuvor Kolumnist in Griechenland gewesen, hatte sein Amt jedoch aus Zeitgründen aufgegeben. Es bestand der einstimmige Wunsch nach einem Nachfolgeprojekt, doch niemand sah sich in der Lage, dies alleine auszufüllen. Also suchte man im Forum nach einer Lösung und es kristallisierte sich relativ bald heraus, dass ein Kolumnistenkreis (ganz nach dem Vorbild des Kickers) die wohl beste Lösung wäre. Nur war da immer noch ein Problem: Es konnte immer nur einer Kolumnist sein, diese Sperre war durch die Copa-Software gegeben. Damit war die Idee des Kolumnistenkreises erst einmal auf Eis gelegt – die naheliegendste Lösung hatten wir schlicht übersehen. Erst einige Wochen später machte uns Verrückter Engel (vielleicht dem ein oder anderen Veteranen hier noch bekannt) darauf aufmerksam, dass man auch in Australien einen Kolumnistenkreis betreiben würde und das Problem der vielen Autoren einfach so löste, dass einer der Schreiber pro forma als Kolumnist eingetragen war und die anderen Autoren diesem ihre fertigen Beiträge schickten, sodass der pro-forma-Kolumnist sie nur noch veröffentlichen musste.

Ich hatte es bereits erwähnt, auch PJ Robert (in Griechenland bekannt unter dem Pseudonym Kent Karlsson) war eine Hälfte des GKK. Er hatte sich sofort auf meine Anfrage nach Interessenten für die Bildung eines Kolumnistenkreises gemeldet und mangels weiterer Freiwilliger begannen wir eben zu zweit und blieben während unserer ganzen Kolumnistenzeit ein Duo, das sich immer besser kennen lernte. Es war wirklich toll, mit PJ zusammenarbeiten zu dürfen, er ist ein großartiger Kerl, er schrieb wundervolle Kolumnen (darum habe ich ihn stets ein bisschen beneidet, ich mochte seine Beiträge einfach mehr als meine eigenen) und er ging immer unheimlich konzentriert und konsequent zur Sache – meistens hatte ich schon Freitag abend oder Samstag morgen seine fertige Kolumne vorliegen, während ich mich für gewöhnlich am Samstag nachmittag abmühte.

Vielleicht sollte ich einmal beschreiben, wie meine Arbeit an der Kolumne aussah. PJ und ich hielten es immer so, dass einer von uns beiden immer für die komplette Kolumne eines Spieltags zuständig war. Was man selbst schreiben wollte, war völlig egal, einige Themen boten sich natürlich an. So war die griechische erste Liga ein fester Bestandtei, ab und zu gönnten wir uns auch einen Blick in die Beta Ethniki, die zweite Liga. Das war vor allem zur Winterpause sehr beliebt, dann konnte man dort schon die ersten Trends festmachen, wer Chancen auf den Aufstieg hat. Die griechischen Vereine in den internationalen Pokalwettbewerben waren natürlich immer ein Thema, ebenso die Trainerwechsel in Griechenland (davon blieben wir glücklicherweise lange Zeit verschont, aber vor allem gegen Ende setzte eine deutlich höhere Fluktuation ein). Außerdem wurden natürlich immer wieder Statistiken bemüht, angefangen von den Oddset-Quoten bis hin zur Fux-Schaf-Statistik… Den bekannten griechischen Altstars wie beispielsweise MisterGenial wurde auch immer wieder Platz eingeräumt, so befasste sich etwa eine halbe Kolumne lang mit seinem Rücktritt, um schließlich in der Hoffnung zu gipfeln, dass der am Karfreitag zurückgetretene Trainer ja vielleicht schon am Ostersonntag zurückkehren könne… 😉 Ach ja, und natürlich ging man während der WM und der Qualifikation hierzu auch auf die Nationalmannschaft ein, aber das ist ja wohl selbstverständlich. Ein weiteres Element waren Interviews, die in unregelmäßigen Abständen mit den griechischen Trainern geführt wurden. So führte man unter anderem ein Gespräch mit dem frischgebackenen Newcomer der Saison, einem gewissen Chris, der soeben mit Proodeftiki Nikea aufgestiegen war und heute wohl jedem regelmäßigen Forums-Gast bekannt sein dürfte. Gewissermaßen ein Stück Copa-Zeitgeschichte ( 😉 ), wenn Chris davon plaudert, dass er sich in Nikea pudelwohl fühlt und im Zweifelsfall seinen Zweitverein Juan Aurich in Peru von der Bettkante stoßen würde.

Eine gewisse bayrische Mia-san-mia-Mentalität lässt sich aber definitiv in der Kolumne festmachen. Die Alpha Ethniki wird vor allem zu Beginn als die großartigste Liga der Welt gerühmt, über den finnischen FC Lahti, der im UEFA Cup gegen einen griechischen Klub antreten musste, pflegte man schon einmal zu urteilen, der Verein habe kaum mehr Anhänger als eine Straßenbahn. Ganz klar, man rühmte die eigene Liga. Manchmal schien man zu glauben: Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Ich habe gerade noch ein kleines Beispiel dazu gefunden, einem „Test“ für angehende Griechenland-Trainer. Er ist etwas länger, ihr findet ihn deswegen am Ende dieses Artikels.

Dieser Test war eines jener „Schmankerl“, für das der GKK berühmt war. PJ und ich ließen uns immer wieder was einfallen, um die Leser zu unterhalten. Dazu zählten die Einsätze unseres gemeinsam gepflegten Reporters Georgios Grammatikakis, der hin und wieder einmal investigativ nachfragen durfte. Ich kann mich nicht einmal mehr an alle Aktionen erinnern, weiß nur noch, dass es eigentlich immer gut ankam.

Einer der für mich persönlich wichtigsten Punkte war aber, dass der GKK in einigen Punkten eine Vorreiterrolle für die Kolumnenlandschaft Copas gespielt hat. Wir hatten schon wirklich früh damit begonnen, unsere Kolumnen mittels HTML zu formatieren, was damals wirklich ein Novum war. Viele andere Blätter taten es uns nach und heute findet man es in so gut wie jeder Kolumne. Eine weitere Innovation und Neuheit war die Einführung eines Kolumnen-Logos. PJ und ich gestalteten es gemeinsam, wobei die letztendlich verwendete Fassung von PJ kam. Wir hatten uns schon bald auf das Motiv der Eule geeinigt und nach einigem Suchen und Basteln hatten wir ein tolles Logo – und waren stolz wie Oskar, es in unserer Kolumne spazieren tragen zu können.

Zum Abschluss will ich auch noch einmal über das Ende des GKK sprechen. Dazu muss man wissen, dass PJ und ich durchaus mehrere Stunden an unseren Texten arbeiteten. Zusätzlich hatten wir natürlich noch ein „normales“ Leben, gingen zur Schule (ich) bzw. studierten (PJ). Da jedes Wochenende ein paar Stunden Zeit locker zu machen, kostet erstaunlich viel Energie und – so war es zumindest bei mir – nach einigen Saisons fühlt man sich tatsächlich ein bisschen ausgebrannt und leer. Man hat nicht mehr wirklich Lust darauf, die Kolumne weiter zu betreibe, tut es aber dennoch, um den anderen nicht im Stich zu lassen. Wir hatten uns auch einmal über das Aufhören unterhalten und irgendwann war es dann kurz nach einer Copa-Winterpause so weit, dass wir beide daran dachten, das Projekt zu beenden. Wir wollten noch bis zum Saisonende weiterschreiben und es dann mit einem großen Knall beenden. Wir waren noch einmal total motiviert, mit unserer letzten Kolumne etwas Besonderes abzuliefern und dies war auch tatsächlich die einzige Kolumne, die wir uns teilten (wir hatten natürlich vorher bereits über die Themen gesprochen, diese dann aufgeteilt und schon möglichst viel von hoher Qualität vorproduziert, um am entscheidenden Wochenende nur noch die wichtigsten Texte neu verfassen zu müssen, was der Qualität zugute kommen sollte). Es wurde eine lange, wirklich tolle Kolumne, mit der wir beide das Projekt GKK beendeten. Im Nachhinein war es wohl die richtige Entscheidung, wir haben aufgehört, bevor die Kolumnen nur noch ein Schatten der guten GKK-Zeiten waren.

Hier also zum Abschluss noch einmal der Test aus einer Kolumne. Man sollte als neutraler Leser vielleicht noch wissen, dass es zwischen Griechenland und Schottland immer wieder eine herzliche Rivalität gab. Dann versteht man auch den Witz bei den Bewertungen… Ach ja, wenn ihr noch Fragen habt, beantworte ich die natürlich gerne, stellt sie doch einfach in den Kommentaren. Und: Sorry, wenn der Artikel teilweise etwas selbstverliebt klingt. Wir waren aber auch gu… 🙂

Der Test! Bist du geeignet für die Alpha Ethniki?

Frage 1: Ein Verein in der Beta Ethniki wird frei. Wie reagierst du?
a) Ich frage im Forum, was die Beta Ethniki ist.
b) Ich erstelle einen Doppelaccount und übernehme den Verein.
c) Nach reiflicher Überlegung stelle ich fest, dass ich lieber mit meinem georgischen Verein international spielen will und nicht in der zweiten Liga versauern.
d) Ich verlasse meinen Verein und wechsele nach kurzem Zögern.
e) Ich habe mir den Verein per Transferliste geschnappt.

Frage 2: Du merkst, dass du Jahr für Jahr gegen den Abstieg kämpfst. Deine Reaktion?
a) Ich erstelle mir einen Doppelaccount in dieser Liga und werde in der folgenden Saison rein zufällig Meister.
b) Ich wechsele in eine schwächere Liga, weil ich erfolgreich sein will.
c) Ich verbreite in der Ligazeitung die These, dass es einen gegen mich gerichteten Betrugsversuch gibt und vermute den amtierenden Meister als Drahtzieher.
d) Ich halte durch und hoffe darauf, dass sich die Zeiten ändern.
e) Ich optimiere meine Gegneranalyse, überdenke meine Strategie und versuche, so viele Boni wie möglich zu ergattern.

Frage 3: Was ist deine Vorstellung von der perfekten Liga?
a) So leichte Gegner, dass ich jede Saison souverän den Meistertitel hole.
b) Eine möglichst ruhige Liga, schließlich will ich meinem Verein nicht zu viel Zeit widmen.
c) Die Liga ist egal, Hauptsache es gibt eine aktive Zeitung.
d) Viele bekannte Spieler und ein hoher Bekanntheitsgrad.
e) Die für mich perfekte Liga beginnt mit „A“ und endet mit „lpha Ethniki“.

Frage 4: In zwei Saisons ist wieder einmal Copa-WM. Für welche Nation entscheidest du dich?
a) Copa-WM? Nie gehört.
b) Argentinien, denn da habe ich die besten Chancen, dabei zu sein.
c) Südafrika, denn da gefällt mir die Zeitung am besten.
d) Neuseeland, denn da gab es letztes Mal nur Legionäre…
e) Griechenland, denn ich will mich der Herausforderung stellen, von allen gejagt zu sein.

Frage 5: Deine Zeitungsartikel sind für gewöhnlich…
a) … kopiert.
b) … gerade so lang, dass ich den maximalen Bonus bekomme.
c) … beleidigend.
d) … witzig.
e) … ausführlich und aufwändig.

Frage 6: Wie schätzt du dich selbst ein?
a) Ich bin einer der schlechtesten Mitspieler und nicht bestrebt, dies zu ändern.
b) Ich bin der beste Spieler überhaupt, nur weiß das keiner.
c) Ich konnte mein Potenzial bislang nicht ausschöpfen.
d) Ich bin nicht schlecht, von der Spitze aber noch entfernt.
e) Ich konnte zwar einige Titel gewinnen, mein Können sollen aber Andere einschätzen.

Die Auswertung
Für jede Antwort gibt es verschieden viele Punkte.
Für jedes
A gibt es keinen Punkt,
B gibt es einen Punkt,
C gibt es zwei Punkte,
D gibt es drei Punkte,
E gibt es vier Punkte.

0 – 6 Punkte:
Leider zeigst du bislang keine Begabung, die es rechtfertigen würde, dass sich die Alpha Ethniki um dich bemühen würde. Geh einfach nach Schottland…

7 – 18 Punkte:
Zwar schlummert in dir viel Talent, allerdings hast du es noch nicht geschafft, dieses zu vollständig zu wecken. Nimm den Umweg über ebenfalls erstklassige Ligen wie Uruguay oder Portugal und stoße in die Alpha Ethniki vor, wenn du dich reif genug fühlst.

19 – 24 Punkte:
Keine Frage, du gehörst einfach nach Griechenland! Sollte wieder einmal ein Verein frei werden, weißt du, was du zu tun hast.

– Max

Das Monster von Aarhus

Ich denke jetzt schon einige Zeit über das Wappen des FC Aarhus nach. An den Rändern ist ein stilisierter Ball zu erkennen, in dessen Mitte das Vieh thront. Aber: Was ist das? Und: Hat es eine Schleife im Haar?

– Max

Die unothodoxen Methoden der Österreicher

Kommt es eigentlich nur mir so vor, als ob der Spieler im Wappen des SV Wüstenrot Salzburg den Ball durchaus schmerzhaft mit den Familienjuwelen stoppen will?

– Max

Wildsau!

Im Wappen von CS Sedan Ardennes findet sich ein Wildschwein. Mir kam unwillkürlich Asterix in den Sinn. Die waren doch so ähnlich gezeichnet, oder?

– Max