Tea Time! #2

Dear readers,

Ich habe mir für diese Woche gedacht, ein wenig Selbstreferenzielles zu schreiben, konkreter gesagt: etwas über die Namensfindung dieser Kolumne. Chris war mit der Idee einer England-Kolumne an mich herangetreten und wir begannen, uns erste Gedanken über das Konzept zu machen.

Dass Chris ein Auge und auch ein Händchen für grafische Gestaltung hat, dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein, deswegen habe ich es auch vorgezogen, zu diesem Thema gar nichts zu sagen und stattdessen auf sein Urteil zu vertrauen.

Ein in meinen Augen mindestens ebenso wichtiger Punkt ist, so trivial er auch klingen mag, die Namensfindung. Ein guter Name ist prägnant, einprägsam, mit der Liga assoziierbar. Bei der Down Under Sports“ denkt man sofort an Australien ein Beweis für einen griffigen Namen. Mich hat dieses Thema schon seit längerem sehr fasziniert und habe für mich festgestellt, dass es am besten läuft, wenn das Nachdenken über mögliche Namen in Form eines stream of consciousness“ erfolgt. Ein freies Assoziieren, ein Ineinanderfließen, ein Übergehen… Danach muss natürlich eine Auswahl erfolgen, eine Reduktion auf mehrere Vorschläge. Bei dem Namen der England-Kolumne lautete diese:

  • Three Lions Weekly Die drei Löwen als Sinnbild des englischen Fußballs. Ein ernsthafter, seriöser Titel, den ich wirklich sehr mochte.
  • Fish & Chips Englisches Essen war ein Thema, über das ich für den Namen viel reflektiert habe. Dieser Vorschlag überlebte als einziger die Reduktion, vor allem aufgrund des Ampersands, des kaufmännischen Unds. Ich mag dieses Zeichen auf eine nicht nachvollziehbare Weise und sah vor allem die Möglichkeit, grafisch damit viel unternehmen zu können.
  • The Working Class Hero England hier als Ausgangsort der industriellen Revolution und Entwicklungsstätte sozialistischer Ideen. Außerdem wird die Betonung des Fußballs als Sport der Arbeiterklasse betont, während die höheren Stände eher zum Rudern oder zum Cricket gingen.
  • Tea Time! Der Tee als das englische Getränk kombiniert mit der englischen Eigenart des Teekonsums. Ein Name, ein Ausruf, der bei mir irgendwie immer zu einem kleinen Schmunzeln führt.
  • Football at Home Hier wird England als Mutterland des Fußballs betont. Insgesamt aber einer der weniger guten Titel, da zu wenig konkreter Bezug zu England.
  • The Bard’s Press Einer von zwei Versuchen, englische Literatur in den Namen einzubauen. William Shakespeare ist in England auch als The Bard bekannt, daher der Name. Etwas zu kryptisch…
  • Gentlemen’s Club Hier steht die englische Aristokratie und Upper Class im Vordergrund. Die Betonung des Edlen sorgt für eine gewisse Feinheit, Auserwähltheit.
  • Much Ado About Nothing Der zweite Versuch, englische Literatur im Titel zu platzieren. Der Titel einer Verwechslungskomödie Shakespeares, im Deutschen als Viel Lärm um Nichts“ bekannt; daher natürlich auch ein ironischer Anklang auf den Inhalt der Kolumne und des Zeitungswesens im Allgemeinen.
  • The Premier League Today Zum Abschluss noch ein eher seriöser Titel, der einerseits die Aktualität, andererseits die Erstliga-Zugehörigkeit in den Vordergrund stellt. Insgesamt etwas starr, eher für eine real existierende Zeitung mit absolutem Anspruch auf die Berichterstattung geeignet.
  • Die endgültige Entscheidung ist bekannt: Mein kleines Absätzchen hört auf den Namen Tea Time!“, während die Gesamtkolumne unter dem Namen Gentlemen’s Club“ fährt.

    Best regards!

-Max

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