Tea Time! #4

Dear readers,
die englische Premier League ist eine der größten Ligen des Copa-Universums und auch die First Championship, also der Unterbau, steht ihr in nichts nach. Was bedeutet das Dasein als Trainer in einer solchen Liga mit vielen Vereinen? Richtig, wir wollen uns in dieser Woche mit einem eher theoretischen Thema beschäftigen.

Zunächst einmal erfordert es einen gewissen Überblick. In kleinen Ligen wie beispielsweise der lettischen ist es verhältnismäßig einfach, die Konkurrenten im Auge zu behalten. Es kristallisiert sich klar heraus, wer dem eigenen Verein noch gefährlich werden kann und mit wem man sich wohl nicht um einen Tabellenplatz wird streiten müssen. In einer Liga mit 24 Vereinen sieht es da anders aus, eine ganze Reihe von Klubs liegen dicht beieinander und durch die hohe Anzahl von Partien ist es auch möglich, einen größeren Punkteabstand wieder aufzuholen.
Das bedeutet auch, dass Fehler erlaubt sind. Man hat die Chance, einmal begangene Fehler wieder auszubügeln. Erneut sind es die vielen Spiele, die hier den Ausschlag geben. Es kommt am Ende eben darauf an, wer die wenigsten Fehler macht – aber dass welche vorkommen werden, daran besteht kein Zweifel.
Gleichzeitig sinkt die Bedeutung des erspielbaren Bonus-TKs. In Relation zur Gesamtsumme des TKs nimmt es einen sehr geringen Betrag ein und ist nur in seltenen Fällen das Zünglein an der Waage, das den Unterschied ausmacht. Je kleiner die Liga, desto höher ist dessen Bedeutung aufgrund der wenigen Spiele und des daraus zu folgernden geringen Grund-TKs.
Im Gegensatz dazu steigt die Bedeutung des Bonus-TKs, das bei Siegen ausgeschüttet wird. Ein weiteres Mal sind es die vielen Spiele, die dies zu einer guten Einnahmenquelle machen. Je mehr Spiele, desto mehr Siege, desto mehr TK – eine einfache Rechnung!
Eine weitere unbedingt benötigte Fertigkeit ist die schnelle und vor allem zutreffende Gegner-Analyse. Wie bereits erwähnt sind Fehler erlaubt, doch je geringer man deren Zahl halten kann, desto wahrscheinlicher ist – oh Wunder! – ein gutes Abschneiden am Saisonende. Aufgrund der vielen Gegner muss ein Trainer in der Lage sein, möglichst schnell eine korrekte Analyse des kommenden Spieltages anfertigen zu können. Vor allem gegen Ende der Spielzeit, wo aufgrund der zahlreichen Begegnungen noch viele Punkte und damit Plätze in der Tabelle aufgeholt werden können, erfordert es einer äußerst präzisen Planung, um die eigene Position zu sichern oder auszubauen. Hier zeigt sich zur gleichen Zeit, wer während der laufenden Spielzeit am wirtschaftlichsten mit seinem TK umging: ein hoher Punktestand und gleichzeitige Reserven zeugen von einer cleveren Gegneranalyse von Anfang an und einer Vielzahl an knappen Siegen.

Wer all diese Punkte bei sich selbst erkennt, der kann demnächst von Erfolgen in England träumen oder sich ob seiner Selbstüberschätzung in den Allerwertesten beißen… Der Verlauf der Saison wird zeigen, welche Alternative auf wen zutrifft.

Best regards!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s