Africa Cup of Nations – der Vorteil und Spaß des Copa-Spielers!

Da geht er bald wieder los, der Africa-Cup! Das Turnier des „echten“, von unbändiger Spielfreude und immer noch, wenn auch immer weniger, gepaart mit manchmal taktischen Mängeln geprägten Fußballs auf dem afrikanischen Kontinent.

Drogba für die Elfenbeinküste

Und als Copa-Spieler hat man einfach diesen unbeschreiblichen Wissens-, ja Klugscheiß-Vorteil, den enormen Spaßgewinn bei diesem Turnier. Während der durchschnittliche geneigte Bundesliga-Fan und Sportschau-Zuschauer vom Africa von diesem Turnier bestenfalls mitbekommt, daß Sanogo, Haggui, Zidan, Demel und Co mal wieder für 4 Wochen nicht bei ihrem Verein sein werden und auch irgendwie die halbe Vorbereitung verpassen und dann vielleicht auch noch verletzt wiederkommen, ist der afrikaerfahrene Copa-Spieler wissenstechnisch um Lichtjahre voraus.

Nicht nur, daß man bei einem Duell Senegal-Südafrika eben neben dem Duell El Hadj Diouf gegen Sibusiso Zuma auch an die Senegallier und das Spotz denken muß. Oder beim Spiel Elfenbeinküste-Nigeria nicht das Topspiel in der Vorrunde des Afrika-Cups und Drogba und Obafemi Martins im Auge hat, sondern eben auch die Tatsache, daß beide Ligen in Copa eigentlich nicht besonders medienpräsent sind, ja die Elfenbeinküste noch nicht einmal offiziell eröffnet ist. Nicht nur, daß es Algerien mal wieder geschafft hat, in der Quali zu scheitern und am Africa-Cup nicht teilzunehmen, während bei Copa die Division 1 doch – bewußte Abwertung oder Verherrlichung hin oder her – eine gewisse Präsenz einnimmt und in den aktuellen CAF-Wertungen seit einiger Zeit den Spitzenplatz einnimmt.

Nein, es ist vor allem eins, daß den Copanianer am Africa-Cup begeistert: Man kennt einfach jeden noch so nichtssagenden Club aus der tiefesten afrikanischen Provinz! Ich persönlich freue mich jedes Mal einen Ast ab, wenn ich zufällig bei Eurosport gegen nachmittag reinzappe und dann auf dem üblichen, von der Sonne nahezu komplett weggebratenen, angegilbten Rasen zwei Teams sehe, die auf einem solchen Rübenacker tolle Tricks auspacken und ich weiß, die Jungs tauchen in zwei-drei Jahren in der französischen Ligue 1 oder in Belgien oder Spanien auf, weil sie es einfach technisch enorm drauf haben und dazu noch laufen wie die Hasen! Hinzu kommt der übliche Trikottausch nach Spielende, bei dem man als fettleibige, degenerierte mitteleuropäische Couch-Potatoe einfach nur vor Neid erblassen kann. Ja, blaß kommt da auch noch hinzu! 😉

Spielfreude pur in Afrika

Gesteigert wird die Freude aber erst dann, wenn die gewohnt inkompetenten Eurosport-Moderatoren wieder mal nicht in der Lage sind, die Spieler- und Vereinsnamen auch nur halbwegs anständig auszusprechen, während man selbst direkt das breite Grinsen aufs Gesicht bekommt, wenn man hört, daß Südafrikas Surprise Moriri bei den Mamelodi Sundowns agiert und man dann denkt: „Ja Mensch, da hat der Clooney ja gute Jugendarbeit gemacht!“, man bei Ghanas Verteidiger Harrison Afful von Asante Kotoko sofort weiß, was Sache ist und der Junge noch im eigenen Land spielt oder Marokkos Hicham Mahdoufi bei Metalist Kharkiv aufläuft und im Grunde total klar ist, daß dem Jungen in der Ukraine wahrscheinlich mächtig kalt ist.

Der Senegal spielt übrigens ohne jegliche Spieler aus der Heimat – auch nicht schlecht! Währenddessen läuft der Sudan nur mit Spielern der beiden Edelclubs aus Omdurman auf:

Ach ja, und Ishiaku wurde vom Vogts-Berti aus dem Nigeria-Kader gestrichen, Hut ab. Dürfte so oder so wieder megaspannend werden!

Ich liebe den Afrika-Cup und ich hoffe, Ihr werdet meine Begeisterung teilen!

http://de.eurosport.yahoo.com/fussball/afrika-cup/

Obafemi Martins

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4 Antworten zu “Africa Cup of Nations – der Vorteil und Spaß des Copa-Spielers!

  1. Super, der Herr Jones!!!

    …oder sollte ich endlich sagen?! 😉

    finde den Cup auch klasse, wobei da teilweise auch ganz schön geholzt wird.

  2. öhmm…bin ich der einzige, der den gelsen hat? 😦

  3. 🙂

    Nee, glaube nicht. Man muß ja nicht immer zu allem seinen Senf dazugeben…

    Edit: An diese Regel sollte ich mich auch mal mehr halten…

  4. Nö, ich hab’s auch gelesen und gemocht.

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