Archiv der Kategorie: Der reale Fußball

Der EM-Team-o-Mat

Die Neue Zürcher Zeitung hat auf ihrer Webpräsenz ein kleines Flash-Tool veröffentlicht, mit dem man den EM-Teilnehmer finden kann, der am besten zur eigenen Persönlichkeit passt. Ich bin:

  1. Spanien 23%
  2. Portugal 23%
  3. Rumänien 17%
  4. Deutschland abgeschlagen mit 7%

Und ihr so?

Liam Harker, you’ll never walk alone!

Ich habe diesen Artikel gerade drüben bei Frau B gefunden und bin sehr gerührt. Wollte ich einfach mal kommentarlos so stehen lassen.

Die 82 Millionen Bundestrainer sind gefragt

Das gute alte ZDF will wissen, wen man für den Kader der EM nominieren würde. Da fällt einem mal auf, wie hart die Kaderbegrenzung ist. Acht Mittelfeldspieler darf man nominieren – und wenn man da so vor sich hin klickt, hat man sofort mehr zusammen. „Den würde ich noch mitnehmen, und den…“ – und schon ist man zweistellig! Genauso hart: Fünf Stürmer! Argh!

Falls es wen interessiert: Ich bin durch Fooligan Fred darauf gestoßen, der verlinkt noch auf einen anderen Blog. Spreeblick-Malte hat auch schon gesenft.

Mein Kader (meine erste Elf ist unterstrichen):

Torhüter
1 Robert Enke
2 Jens Lehmann
3 Manuel Neuer

Abwehr
1 Gonzalo Castro
2 Clemens Fritz
3 Marcell Jansen
4 Philipp Lahm
5 Per Mertesacker
6 Christoph Metzelder

7 Heiko Westermann

Mittelfeld
1 Michael Ballack
2 Torsten Frings

3 Roberto Hilbert
4 Thomas Hitzlsperger
5 Sebastian Kehl
6 Bernd Schneider
7 Bastian Schweinsteiger
8 Piotr Trochowski

Angriff
1 Mario Gomez
2 Patrick Helmes
3 Miroslav Klose
4 Kevin Kuranyi
5 Lukas Podolski

Und, wen nehmt ihr so im Sommer mit?

-Max

Vor fünfzig Jahren

Heute jährt sich zum fünfzigsten Mal das Flugzeugunglück am Münchener Flughafen, das eine ganze Generation Spieler von Manchester United und die Hoffnungen des englischen Fußballs an der Wand eines Wohnhauses zerschellen ließ.

In stillem Gedenken an Geoff Bent, Roger Byrne, Eddie Colman, Duncan Edwards, Mark Jones, David Pegg, Tommy Taylor, Liam Wheelan und all die anderen Todesopfer.

Erste Überraschungen im Africa-Cup

Mensch, das geht ja schon gut los. Im Eröffnungsspiel siegt der ghanaische Gastgeber mit 2:1, verdient, aber unter Mithilfe eines „Kann man geben, muß man aber nicht!“-Elfers. Nun gut, man war besser…
Titelverteidiger Ägypten ballert in einem Doppel-Torschützen-Spiel die wie immer hoch eingeschätzten Löwen aus Kamerun (trainiert vom Deutschen Otto Pfister) vom Platz. Sowohl Samuel Eto´o als auch Mohammed Zidan treffen zweimal.

Eto

Zidan

Den Unterschied macht ein weiterer doppelt treffender Ägypter: Hosni Abd Rabo von Racing Straßbourg, neuerdings wieder bei Al-Ismaily.

Abd Rabo

Unterdessen frühstücken „meine“ Marokkaner die chancenlosen Namibier mit 1:5 ab und auch die Sambanasen spielen aktuell äußerst erfolgreich und lassen den auf Kräfte aus der eigenen Liga setzenden Sudanesen überhaupt keine Siegmöglichkeit. Läuft gut, es steht gerade 3:0.

Fehlt nur noch das Topspiel in der Vorrunde: Berti Vogts unterliegt mit seinen Super Eagles aus Nigeria im absoluten Spitzenspiel mit 0:1 gegen die Elfenbeinküste, bei denen allerdings nicht Superstar Drogba das entscheidende Tor macht, sondern sein Chelsea-Club-Kollege Salomon Kalou. Runde Sache, dieser Auftak. A propos Chelsea: Da hat man doch im Moment einen Riesen-Aderlaß zu verkraften, oder?

Elfenbeinküste

Africa Cup of Nations – der Vorteil und Spaß des Copa-Spielers!

Da geht er bald wieder los, der Africa-Cup! Das Turnier des „echten“, von unbändiger Spielfreude und immer noch, wenn auch immer weniger, gepaart mit manchmal taktischen Mängeln geprägten Fußballs auf dem afrikanischen Kontinent.

Drogba für die Elfenbeinküste

Und als Copa-Spieler hat man einfach diesen unbeschreiblichen Wissens-, ja Klugscheiß-Vorteil, den enormen Spaßgewinn bei diesem Turnier. Während der durchschnittliche geneigte Bundesliga-Fan und Sportschau-Zuschauer vom Africa von diesem Turnier bestenfalls mitbekommt, daß Sanogo, Haggui, Zidan, Demel und Co mal wieder für 4 Wochen nicht bei ihrem Verein sein werden und auch irgendwie die halbe Vorbereitung verpassen und dann vielleicht auch noch verletzt wiederkommen, ist der afrikaerfahrene Copa-Spieler wissenstechnisch um Lichtjahre voraus.

Nicht nur, daß man bei einem Duell Senegal-Südafrika eben neben dem Duell El Hadj Diouf gegen Sibusiso Zuma auch an die Senegallier und das Spotz denken muß. Oder beim Spiel Elfenbeinküste-Nigeria nicht das Topspiel in der Vorrunde des Afrika-Cups und Drogba und Obafemi Martins im Auge hat, sondern eben auch die Tatsache, daß beide Ligen in Copa eigentlich nicht besonders medienpräsent sind, ja die Elfenbeinküste noch nicht einmal offiziell eröffnet ist. Nicht nur, daß es Algerien mal wieder geschafft hat, in der Quali zu scheitern und am Africa-Cup nicht teilzunehmen, während bei Copa die Division 1 doch – bewußte Abwertung oder Verherrlichung hin oder her – eine gewisse Präsenz einnimmt und in den aktuellen CAF-Wertungen seit einiger Zeit den Spitzenplatz einnimmt.

Nein, es ist vor allem eins, daß den Copanianer am Africa-Cup begeistert: Man kennt einfach jeden noch so nichtssagenden Club aus der tiefesten afrikanischen Provinz! Ich persönlich freue mich jedes Mal einen Ast ab, wenn ich zufällig bei Eurosport gegen nachmittag reinzappe und dann auf dem üblichen, von der Sonne nahezu komplett weggebratenen, angegilbten Rasen zwei Teams sehe, die auf einem solchen Rübenacker tolle Tricks auspacken und ich weiß, die Jungs tauchen in zwei-drei Jahren in der französischen Ligue 1 oder in Belgien oder Spanien auf, weil sie es einfach technisch enorm drauf haben und dazu noch laufen wie die Hasen! Hinzu kommt der übliche Trikottausch nach Spielende, bei dem man als fettleibige, degenerierte mitteleuropäische Couch-Potatoe einfach nur vor Neid erblassen kann. Ja, blaß kommt da auch noch hinzu! 😉

Spielfreude pur in Afrika

Gesteigert wird die Freude aber erst dann, wenn die gewohnt inkompetenten Eurosport-Moderatoren wieder mal nicht in der Lage sind, die Spieler- und Vereinsnamen auch nur halbwegs anständig auszusprechen, während man selbst direkt das breite Grinsen aufs Gesicht bekommt, wenn man hört, daß Südafrikas Surprise Moriri bei den Mamelodi Sundowns agiert und man dann denkt: „Ja Mensch, da hat der Clooney ja gute Jugendarbeit gemacht!“, man bei Ghanas Verteidiger Harrison Afful von Asante Kotoko sofort weiß, was Sache ist und der Junge noch im eigenen Land spielt oder Marokkos Hicham Mahdoufi bei Metalist Kharkiv aufläuft und im Grunde total klar ist, daß dem Jungen in der Ukraine wahrscheinlich mächtig kalt ist.

Der Senegal spielt übrigens ohne jegliche Spieler aus der Heimat – auch nicht schlecht! Währenddessen läuft der Sudan nur mit Spielern der beiden Edelclubs aus Omdurman auf:

Ach ja, und Ishiaku wurde vom Vogts-Berti aus dem Nigeria-Kader gestrichen, Hut ab. Dürfte so oder so wieder megaspannend werden!

Ich liebe den Afrika-Cup und ich hoffe, Ihr werdet meine Begeisterung teilen!

http://de.eurosport.yahoo.com/fussball/afrika-cup/

Obafemi Martins

Direkter Freistoß bespricht Liverpool vs. Olympique Marseille

Drüben beim Direkten Freistoß wird die Champions-League-Partie Liverpool gegen Olympique Marseille besprochen. Hierzu ein paar Anmerkungen:

1. Überraschend, dass der Torwart Steven Gerrards Elfmeter noch kriegt (auch wenn der Nachschuss sitzt). Normalerweise gehen ja eher die hohen Dinger rein, vielleicht hätte Gerrard etwas platzierter schießen sollen.

2. Dem Kommentar zu Fernando Torres‘ kann man nur zustimmen. Unglaublich, wie er da so viele Gegenspieler stehen lässt – diese sind natürlich aus Angst vor einem zweiten Elfmeter etwas passiv.

3. Sehr konsequent zeigt sich Torres auch bei der Szene, die vor dem 3:0 gezeigt wird. Auf den ersten Blick etwas weit vorgelegt, in der Wiederholung aber gut zu sehen: Der Ball ist für den Verteidiger in der Rückwärtsbewegung zu schnell unterwegs und auch ein Weggrätschen ist unmöglich. Sehr gut gespielt von Torres!

4. Dass 3:0 ist der klassische Torwartfehler bzw. Pech beim Abschlag. Schönen Gruß an Herrn Neuer von dieser Stelle aus…

5. Beim 4:0 will der Tormann kein Foul riskieren, ein Handeinsatz ist auch unmöglich, weil der Ball noch nicht im Strafraum ist. Ryan Babel verlädt ihn eiskalt und schiebt dann ins leere Tor.

6. Marseilles Torchancen waren keine echten. In der gezeigten Szene ist der Winkel zu steil, weil der Liverpool-Keeper aus seinem Kasten herauseilt. Bei dem Kopfball in der zweiten Spielhälfte wird der Stürmer von zwei Verteidigern bearbeitet. Wie schon im Video angesprochen: Eine sehr gute Defensivleistung, auch wenn ich den Rest des Spiels natürlich nicht beurteilen kann (ich kenne nur diese Kurzzusammenfassung).

-Max